Selbst der Musikunterricht bringt so manch’ angenehme Überraschung mit sich. Denn auch wenn er mir in der Vergangenheit aufgrund m.M.n. (viel zu) viel Theorie u. erschreckend wenig Praxis eher unangenehm auffiel, so hat selbst das etwas Gutes. Grad’ dank dieser Theorie nämlich wurde ich in den letzten Stunden an ein in meinen Augen sehr eindrucksvolles Stück Programmmusik herangeführt. So ganz unbekannt wird’s wohl nicht sein, mir war es das bis dahin allerdings schon.
Ach, was soll’s. Lange Rede, erschreckend kurzer Sinn: Wir reden von ”Bilder einer Ausstellung’ – Erinnerungen an Viktor Hartmann’, für’s Klavier komponiert von Modest Mussorgski, seines Zeichens russischer Beamter u. Offizier im 19. Jahrhundert u., nicht zu vergessen, seiner Zeit musikalisch nicht ganz genehm.
Nun spielt’s allerdings keine Rolle, ob seine Kompositionen im Allgemeinen u. die ‘Bilder einer Ausstellung’ im Besonderen seinen Zeitgenossen gefall’n haben oder nicht, denn diese sind tot u. spiel’n deswegen heutzutage eine eher untergeordnete Rolle in der Welt der Musikkritik. Mich hat der Mann bzw. die Stücke von ihm, die ich bereits kenn’, begeistert. In meinen Augen der vllt. wichtigste Gesichtspunkt bei der Bewertung von Musik. Weshalb sollt’s auch anders sein?
Nun steht mir grad’ allerdings so rein gar nicht der Sinn nach dem Verfassen einer ausführlichen Musikkritik oder auch nur ellenlangen Ausschweifungen in den Bereich der Programmmusik oder der Werke des Herrn Mussorgski, insofern werd’ ich das tun, was man da am ehesten tun sollt’.
Ich werd’s einfach lassen.
Statt dessen werd’ ich all denen, die das hier lesen u. das oben genannte Werk noch nicht kennen, raten, es sich selbst einmal zu Gemüte zu führen, die ursprüngliche Komposition für Klavier gibt’s (oder gab’s) z.B. hier anzuhör’n, zusammen mit ein paar weiteren Informationen zum Thema.
Wohlan, das war’s für heut’, schätz’ ich mal. Sollt’ ich’s mir anders überlegen, werd’ ich’s die geschätzte Leserschaft wohl wissen lassen.
Gruß, Lennart.