Lasst mich nachdenken.

28 04 2008

Denn ohne wird’s nichts, fürcht’ ich fast.

Da ich in den letzten Tagen aus verschiedenen Gründen – seien’s schulische, seien’s private, sei’s bloß fehlende Selbstüberwindung – nicht dazu kam, hier wie versprochen u. fest vorgenommen zu schreiben werd’ ich versuchen, dies hiermit nachzuhol’n.

Ich werd’ wohl mal mit einer Standortbestimmung anfangen. Vor mir ein Notebook, nicht das Neueste, doch ich sollt’ froh sein, dass ich bei meinen Großeltern – denn bei denen befind’ ich mich z.Z. – überhaupt in den Genuss des WWW’s komm’. Der Blick aus dem Fenster unspektakulär, dennoch angenehm, beileibe jedoch nicht angenehm unspektakulär. Rasen, Büsche, eine Hecke, ein Baum. Vor dem dunkelblauen Abendhimmel hochaufragend das silberne Schornsteinrohr eines anderen Hauses, daneben eine einzelne Antenne samt Satellitenschüssel.

Ansonsten, ein Blick zurück u. einer nach vor’n. Die vergangenen Tage verliefen teils mehr, teils weniger spektakulär, insgesamt aber doch recht nett. Ich kann mich nicht beklagen, hätte zumindest keinen Grund dazu.

Die nächsten Tage werden es wohl ebenfalls tun. Es nahen 4 schulfreie Tage, die im besten Falle so manch’ interessantes Ereignis für mich bereithalten, danach allerdings folgt erschreckend schnell die ZAP Deutsch. Erschreckend – das (Schul-)Jahresende kommt schneller als gedacht. Ich werd’ seh’n, was an Vorbereitung nötig sein wird.

Ansonsten … so weit, so gut (?), man wird seh’n.

Gruß, Lennart.





“Sag’, ist mein Leben nun verwirkt?”

21 04 2008

J.: (verwundert) “Warum redet mein Bruder immer so komisch?”

S.: “Dein Bruder mag es nun einmal, in einer poetischen Sprache zu reden. Allerdings wird er dadurch nicht immer von jedem verstanden.”

L.: (aus dem Hintergrund) “Shakespeare wurd’ auch nicht von jedem verstanden – genial war er dennoch!”

Eindrücke eines Abendessens. Oder aber ein Theaterstück in einem Akt, aufzuführen mit drei Mimen. Könnte beim Verständnis meiner Person helfen – oder aber dieselbe in ein vollkommen falsches Licht rücken. Überlassen wir diese Entscheidung dem Publikum. Insofern: Vorhang auf für den ersten Akt, möge es der einzige bleiben!

Gruß, Lennart.





Come and see.

20 04 2008

Zum ersten Mal in diesem Jahr darf man wirklich u. wahrhaftig von Frühling reden.

Ohne verwundert angeseh’n zu werden, wohlgemerkt.

Ich gebe gerne zu, auch in den vergangenen Wochen hatte ich schon vereinzelt das Gefühl, dass sich der Frühlingsanfang nicht doch nur auf einen Vermerk im Kalender beschränkte. Dennoch, dies waren für mich eher glückliche Ausnahmen als wirkliche Absicht. Nun aber, heute, war zum ersten Mal das Gefühl da, dass es temperaturtechnisch ab jetzt nur noch aufwärts gehen kann.

Mein sonntäglicher Lauf führte mich über meine übliche Strecke, aber eben die schien sich verändert zu haben. Waldwege u. Wiesen waren plötzlich erhellt von warmen Sonnenstrahlen, man hatte den Eindruck erster blühender Blumen, die Wiesen schienen zum ersten Mal dieses Jahr wieder ernsthaft grün zu sein. Wärme u. allgemeine Stimmung, sprich sonntägliche Spaziergänger u. singende Vögel, taten ihr Übriges.

Fassen wir zusammen: Ab jetzt geht’s nur noch aufwärts, idealerweise auch über das Wetter hinaus.

Der Titel dieses Eintrages ist übrigens eine Anspielung auf ein Lied der Decemberists mit dem schönen Namen ‘The Island: Come And See / The Landlords Daughter / You’ll Not Feel The Drowning’. Was dieses Lied mit diesem Eintrag bzw. dem Berichteten zu tun hat, das sei eurer Fantasie überlassen.

Gruß, Lennart.





Bilder einer Ausstellung.

17 04 2008

Selbst der Musikunterricht bringt so manch’ angenehme Überraschung mit sich. Denn auch wenn er mir in der Vergangenheit aufgrund m.M.n. (viel zu) viel Theorie u. erschreckend wenig Praxis eher unangenehm auffiel, so hat selbst das etwas Gutes. Grad’ dank dieser Theorie nämlich wurde ich in den letzten Stunden an ein in meinen Augen sehr eindrucksvolles Stück Programmmusik herangeführt. So ganz unbekannt wird’s wohl nicht sein, mir war es das bis dahin allerdings schon.

Ach, was soll’s. Lange Rede, erschreckend kurzer Sinn: Wir reden von ”Bilder einer Ausstellung’ – Erinnerungen an Viktor Hartmann’, für’s Klavier komponiert von Modest Mussorgski, seines Zeichens russischer Beamter u. Offizier im 19. Jahrhundert u., nicht zu vergessen, seiner Zeit musikalisch nicht ganz genehm.

Nun spielt’s allerdings keine Rolle, ob seine Kompositionen im Allgemeinen u. die ‘Bilder einer Ausstellung’ im Besonderen seinen Zeitgenossen gefall’n haben oder nicht, denn diese sind tot u. spiel’n deswegen heutzutage eine eher untergeordnete Rolle in der Welt der Musikkritik. Mich hat der Mann bzw. die Stücke von ihm, die ich bereits kenn’, begeistert. In meinen Augen der vllt. wichtigste Gesichtspunkt bei der Bewertung von Musik. Weshalb sollt’s auch anders sein?

Nun steht mir grad’ allerdings so rein gar nicht der Sinn nach dem Verfassen einer ausführlichen Musikkritik oder auch nur ellenlangen Ausschweifungen in den Bereich der Programmmusik oder der Werke des Herrn Mussorgski, insofern werd’ ich das tun, was man da am ehesten tun sollt’.

Ich werd’s einfach lassen.

Statt dessen werd’ ich all denen, die das hier lesen u. das oben genannte Werk noch nicht kennen, raten, es sich selbst einmal zu Gemüte zu führen, die ursprüngliche Komposition für Klavier gibt’s (oder gab’s) z.B. hier anzuhör’n, zusammen mit ein paar weiteren Informationen zum Thema.

Wohlan, das war’s für heut’, schätz’ ich mal. Sollt’ ich’s mir anders überlegen, werd’ ich’s die geschätzte Leserschaft wohl wissen lassen.

Gruß, Lennart.





Sonntag-Abend.

13 04 2008

Ein bisschen Himmel, grau-blau vermutlich, darunter mischen sich vereinzelte Wolken, fast nicht zu erkennen. Regnen tat’s heut’ eh schon genug. Ein bisschen Grün, ein paar Pflanzen, die dort draußen standen, steh’n, steh’n werden. Irgendwo auf der anderen Seite des eigenen, seit Jahren zugewachsenen Gartenzauns, des Weges, des braunen Holzzaunes der Nachbarn, ein Wohnwagen, vllt. auch ein Wohnmobil. Ja, wahrscheinlich ein Wohnmobil. Gedanken gemacht habe ich mir darüber nie. In einem schmutzigen Weiß steht es (oder er?) da, vllt. ist das Weiß auch gar nicht so schmutzig. Bei diesem Licht sieht fast jede Farbe ein wenig schmutzig aus. Die schwach rosa Rosen, ein wenig verdeckt von einem grauen Geländer, bilden da keine Ausnahme, ebensowenig wie eben dieses Geländer. Jemand anderes würde den Sinn hinterfragen, sich vllt. eingesperrt fühlen. Man gewöhnt sich an alles.

Last night you said I was cold, untouchable
A lonely piece of action from another town
I just want to be free, I’m happy to be lonely
Can’t you stay away?

Aus den Boxen des Computers klingen ein paar ältere Lieder von Marillion. ‘Childhoods End’, ein Album, älter als man selbst. Ob die Musik passend ist, vermag man nicht zu sagen. Der Blick schweift ein wenig ab, fällt auf die Schulbücher, -hefte, auf all die Dinge auf dem Schreibtisch, die einen daran erinnern, dass auch dieser Tag bald endet u. ein weiterer Montag bevorsteht. Montage sind unbeliebt bei der breiten Masse, verdenken kann man’s ihr nicht. Irgendwo wird man dann auch selbst von diesem Unmut ergriffen, diesem Zweifel, ob sich die kommende Woche überhaupt lohnen wird, u. dann vermutlich auch der zufriedenstellendsten Erkenntnis. Sie wird’s nicht.

Eine Konfrontation scheint dennoch unausweichlich, spätestens mit dem morgigen Aufwachen. Für manche früher, für manche später – egal wann, es scheint zu früh zu sein. Aber das sind diese Gedanken, mit denen man wohl doch nicht so alleine ist.

Sonntag-Abend halt.

Gruß, Lennart.





U. ich versuch’s ein weit’res Mal …

12 04 2008

Der Titel verrät viel. Zu viel vllt. Denn wenn es etwas gibt, was er aussagt, dann ist’s wohl das Wissen darum, dass all’ meine bisherigen Versuche als Blogger nach den ersten paar Einträgen gnadenlos gescheitert sind. Sprich: Warum sollt’s mir jetzt, bei irgendeinem weiteren Anlauf, besser ergeh’n?

Meine Befürchtungen begründen sich wohl darauf, dass ich schlicht u. ergreifend nicht weiß, was ich der Welt bzw. den paar Lesern, die sich mit ein bisschen Glück (bzw. Pech) hierhin verirren, vorsetzen soll. Letztens in Religion sah’n wir den Film ‘Jesus von Montréal’. In einer Szene, in der der Protagonist aufgefordert wurde, sich selbst als Schauspieler mithilfe des Fernseh’ns möglichst gewinnbringend zu vermarkten, erwiderte er, dass er doch nichts hätte, was er den Leuten sagen könne.

Daraufhin entgegnet sein Gesprächspartner nur achselzuckend, dass es im Fernseh’n eh zu viel Sendezeit u. zu wenig Leute gäbe, die etwas zu sagen hätten, eine Aussage, die an sich meine größte Zustimmung findet. Ich fürchte, im Internet spielt es sich ähnlich ab, nur kommen hier auf eine beinah unendliche Fläche zur freien Entfaltung u. Selbstdarstellung eine ähnlich verschwindend geringe Zahl von Menschen, die diese Möglichkeiten dann auch ‘gewinnbringend’ nutzen. U. ich zähle wohl kaum dazu, denn wirklich etwas zu sagen habe ich keinesfalls.

Nun wird man sich berechtigterweise fragen: ‘Warum tut er das, wenn er doch nichts zu sagen hat?’ Das wiederum ist eine gute Frage … es ist zum einen der Wunsch von bestimmter Seite, dass ich es zumindest noch einmal versuche, zum anderen vllt. die Hoffnung, dann doch noch etwas zu sagen (zu haben) oder aber zumindest ein paar Leser zum Schmunzeln zu bringen u. die Welt dadurch ein kleines bisschen schöner zu machen. Denn auch das beginnt im Kleinen.

Insofern habe ich gerade das unbestimmte Gefühl, bei obenstehendem gehörig vom anfänglichen Thema abgekommen zu sein, allerdings grad’ auch nicht unbedingt eine Ahnung, was ich ändern könnte. Insofern hoff’ ich einfach mal naiverweise, dass dieser Versuch besser verläuft als vorangegangene. Man wird es seh’n, nicht wahr?

Gruß, Lennart.